Gestalterin von Bildnissen

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‘Eher Gestalterin von Bildnissen als Bildhauerin’

Seit vielen Jahren ist Jolanda Riedijk mit Bildhauerei und Modellierung beschäftigt. Sie ist von der Freiheit fasziniert, die ihr Ton und Wachs als Arbeitsmaterialien geben. Sie fühlt sich eher wie eine Bildnisgestalterin als wie Bildhauerin. Die Bildnisse, die aus dem Ton oder dem Wachs entstehen, werden anschließend in Bronze durch die Anwendung des cire-perdue-Verfahrens gegossen.

Ihre Arbeiten sind Spiegelung von Geschichten, oft mythischen, aber auch Geschichten von Menschen in ihrer Umgebung, Gedichten und Objekten. Jolanda’s eigene Sicht der Ereignisse ist in ihren Bildnissen eingeprägt und verleiht ihnen immer einen naturgetreuen und einzigartigen Charakter.

Jolanda ist seit Langem von der aufwendigen Arbeit des spanischen Altmeisters El Greco inspiriert, aber auch von Skulpturen an der Kathedrale von Chartres und von den modernen Künstlern, insbesondere Dali und Giacometti.

Die meisten ihrer Bildnisse zeigen Emotion oder Bewegung, die im harten Material ein Gefühl der Verletzlichkeit hervorruft.

Ihre langgestreckten Figuren betonen diese Verletzlichkeit, sie scheinen zu schweben. Sie mögen einem Schönheitsideal nicht entsprechen, das ist aber nebensächlich.

Der Fokus liegt auf das menschliche Wesen selbst - mit seinen Gefühlen und dem Drama des Lebens. Es geht nicht um Perfektion - weder in der Darstellung, noch bei der Oberfläche. “Es wäre ein fataler Fehler, wenn die Oberfläche vollständig fertiggestellt wäre.”

Es ist wichtiger für Jolanda, dass durch ihre Bildnisse jeder für sich selbst Erstaunen, Emotionen oder Schönheit erlebt.



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